ZEITREISE VON 1931 BIS HEUTE
Unsere Geschichte – Tradition seit 1931
Der VfR Klosterreichenbach wurde im Jahr 1931 von sportbegeisterten Bürgern gegründet, die einen Ort für Bewegung, Kameradschaft und gemeinsamen Ehrgeiz schaffen wollten. Was einst als kleiner Fußballverein begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Klosterreichenbach.
Auch in herausfordernden Zeiten bewiesen die Mitglieder großen Zusammenhalt. Mit Engagement und Leidenschaft wurde der Verein immer wieder neu belebt und Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Heute steht der VfR für weit mehr als Sport: Wir sind Treffpunkt, Heimat und gelebte Gemeinschaft für Generationen von Mitgliedern.

Die Gründungsjahre
Die Anfänge unseres Vereins
📸 Gründungslokal Gasthaus zum Ochsen
Mit dem Fußball fing alles an. Im März 1931 wurde in Klosterreichenbach auf drängen der damaligen Sportjugend zu einer Sitzung aufgerufen. Dem
„blühenden, wilden Spielbetrieb“ wollte eine kleine Schar von Sportbegeisterten Klosterreichenbacher Bürgern und Sportkameraden aus Nachbarorten ein Ende bereiten und statt dessen den Sport in der Gemeinde durch eine Vereinsgründung organisieren. Im Gründungslokal „Gasthaus zum Ochsen“ war man sich auf Anhieb einig, somit war der Verein für Rasenspiele (kurz VfR) geboren.
Die Männer der ersten Stunde haben in den Analen des Vereins einen Ehrenplatz. Neben den Gründungsvätern Gustav Finkbeiner, Ewald Nägele und Karl Teufel gehörten auch Wilhelm Mast, Josef Seitz, Frieder Flaig, Fritz Sackmann, Jakob Albrecht, Erwin Frey August Günther sowie Ernst Frey zum Kreis der ersten Mitglieder. Den Anfang in der Hierarchie der 1. Vorsitzenden machte Hugo Klumpp, der Sohn des damaligen Bürgermeisters.
Einen bedeutungsvolleren Stellenwert im Gemeinde Leben bekam der Verein, als Karl Brasser neuer „Präsident“ wurde und zusammen mit Adam Springmann erlangte der VfR nach und nach das richtige Format.
Die Sportlichen Anfänge
📸 Die 1. Mannschaft im Jahr 1932
Die sportlichen Anfänge
Nur ein Jahr nach der Gründung entstand dieses Bild der ersten Mannschaft des VfR Klosterreichenbach. Es zeigt die Männer, die mit Mut, Leidenschaft und großem Zusammenhalt den Grundstein für unseren Verein legten. Auf einfachen Plätzen und mit bescheidener Ausrüstung, aber mit umso größerem Teamgeist, begann hier die sportliche Geschichte des VfR. Auf der „Misse“ befand sich der erste Sportplatz mit Ausmaßen wie man sie heute von Sporthallen kennt. Nur 50 Meter lang und 30 Meter breit war das Spielfeld und trotzdem wurde die VfR-Mannschaft gleich zu Beginn in die damalige B-Klasse eingestuft. Aller Anfang ist natürlich schwer. So mussten die Klosterreichenbacher Sportpioniere so manche herbe Niederlage einstecken. Im ersten Verbandsspiel musste man sich zwar mit 0: 10 gegen die Nachbarn aus Baiersbronn geschlagen geben, doch schon
bald konnte man die ersten Pluspunkte verbuchen und sich bei den Gegnern
im Kreis einen Namen machen.
Neben der guten Kondition und Technik mussten die Spieler der damaligen
Zeit aber vor allem eine gehörige Portion Idealismus besitzen. Konnte man die Gegner in Baiersbronn oder Mitteltal noch relativ schnell und einfach erreichen, so war der Hin- und Rückweg nach Dietersweiler,
Grüntal, Erzgrube oder Untermusbach „auf Schusters Rappen“ um so beschwerlicher.
Die gebrachten Leistungen zahlten sich schnell aus. Bereits 1932 stellte die Gemeinde dem VfR einen größeren Sportplatz zur Verfügung. Ein ordnungsgemäßer Spielbetrieb war somit garantiert.
Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg brachte dem VfR immer mehr Mitglieder. Das stetige Wachstum wurde vom furchtbaren krieg jedoch jäh gestoppt. Gegen Kriegsende kam der Spielbetrieb völlig zum Erliegen, denn auch in Klosterreichenbach waren viele Gefallene zu beklagen. Nichts ging mehr.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs
Neubeginn und Zusammenhalt
📸 Nachkriegsmannschaft des VfR
Nach dem Krieg mussten die Vereine schweren Zeiten entgegen sehen. Nicht nur Spielmaterial fehlte, sondern der Spielbetrieb wurde von den
französischen Besatzern sogar gänzlich verboten. Aber die Begeisterung für den Sport war in dieser schweren zeit trotzdem nicht verloren gegangen.
Die Jugend aus der Gründerzeit war inzwischen zu reifen Männern herangewachsen, die mit allen Mitteln versuchten, wieder ein geordnetes Vereinsleben herzustellen. Vor allem Rudi Gaiser war für den VfR aktiv. Ihm ist es zu verdanken, dass der Verein wieder die Genehmigung für den reguläres Fußballspiel bekommen hat.
Somit konnte in Klosterreichenbach das erste Fußballmatch nach dem Kriege im Kreis Freudenstadt durchgeführt werden. Die Wende war geschafft. Eine neue Vereinsbasis konnte am 9.März 1947 im Gasthaus „Zum Schützen“ mit der Abfassung einer neuen Vereinssatzung gelegt werden. Aus dem bisherigen VfR, der eigentlich ein reiner Fußballclub war, wurde nun ein richtiger Sportverein mit Leichtathletik und Ski-Abteilung. Die neue Führung des VfR hatte den unvergesslichen Josef Seitz an der Spitze. Außerdem setzte sich die Vorstandschaft aus
Karl Stockinger, Carl Braus, Rudi Gaiser, Hans Schairer, Heinrich Schneider, und Gustav Finkbeiner zusammen. Der Anfang war gemacht,
jedoch erst am 15. Dezember 1949 wurde der Verein wieder lizensiert.
Die Grundlage war geschaffen, doch die Probleme damit keineswegs beseitigt. Nachkriegsjahre bedeuten vor allem auch Hungerjahre.
Essensmarken waren nur sehr schwer zu erhalten und Nahrungsmittel wurden stark rationiert. Spiele in „nahrhaften“ Gegenden, wie etwa in Oberiflingen, wurden deshalb auch stets von einer großen Anhängerschar begleitet. Zwar war die Begeisterung für den Sport riesengroß, doch viel
wichtiger war, dass der Speiseplan für die kommende Woche nach solchen Spielen erheblich aufgebessert war.
Kaum ein Spieler besaß damals ordentliche Fußballschuhe. Doch mit Kameradschaft und viel Idealismus wurde auch diese Schwierigkeiten überwunden und der VfR kam nun endgültig wieder auf die Beine.
Weitere Meilensteine der Vereinsgeschichte
📸 Die Meistermannschaft 1953/54
Neue Erfolge
Selbst der vergrößerte Sportplatz auf der „Misse“ war nun zu klein geworden. Er wurde den Erfordernissen der Zeit nicht mehr gerecht.
Rechtzeitig zum 20jährigen Jubiläum konnte ein Pachtvertrag über den heutigen Trainingsplatz auf dem Vogelherd abgeschlossen werden. Der VfR hatte ein neues Spielfeld. Die Einweihung des neuen Sportgeländes wurde zu einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Der damalige VfB Mühlburg, aus dem der heutige KSC wurde, traf auf eine kombinierte Elf Schwenningen/Trossingen. Die Organisatoren des Spektakels waren der
spätere Ehrenvorsitzende Fritz Teufel sowie Werner Noel und Otto Schmid. Damals wie heute gehörte viel Engagement und Mut dazu, ein solches Großereignis auf die Füße zu stellen. Aber der VfR bewies schon zu jener zeit sein Talent, große Feste glänzend zu organisieren.
Auch im sportlichen Bereich gab der neue Sportplatz einen Auftrieb. Gleich im
darauffolgenden Jahr wurde die 1.Mannschaft Meister in der B-Klasse. Ein
Jahr später, 1953/54, schaffte man den wohl größten Erfolg in der Geschichte der Nachkriegszeit Mit der erfolgreichen Titelverteidigung und dem Sieg im Bezirkspokal schaffte man das Double.
1961 verbuchten die Fußballer mit dem erneuten Einzug in das Bezirkspokalfinale ihren nächsten großen Erfolg, allerdings musste man ich diesmal in der Verlängerung geschlagen geben. Der französische Meister OGC Nizza war 1968 zu Gast. Als unvergessliches Erlebnis war das damalige Freundschaftsspiel für viele ein weiterer Höhepunkt in unserer Chronik Das Ergebnis von 0:7 war da natürlich Nebensache.



Ära von Alfred Frey
Entwicklung über Generationen
📸 Alfred Frey
Die Ära von Alfred Frey
1969 begann ein neuer Abschnitt im Vereinsleben des VfR. Alfred Frey übernahm die Vereinsspitze von Carl Hornberger, der nach 10jähriger
Tätigkeit aus dem Amt schied.
Zwischen dem 16. und 18.Juli 1977 wurden neue Glanzlichter gesetzt. Zwar nicht im sportlichen Bereich, aber dafür im Organisatorischen. Ein neuer Sportplatz wurde eingeweiht. Viel Arbeit , Mühe und vor allem Eigeninitiative waren der Grundstein für die Realisierung eines lang
ersehnten Wunsches: Der neue Sportplatz konnte mit einem tollen Fest seiner Bestimmung übergeben werden. Der VfR ließ sich nicht lumpen und präsentierte den Fußballfans aus nah und fern ein internationales Aufsteigerduell: Der TSV 1860 München traf auf den französischen Club von Racing Straßburg. Vielen wird dieses Fußballfest, das von den Franzosen klar dominiert wurde, noch in Erinnerung sein.
📸 Kunstrasen, Flutlichtbau & Sanierung Trainingsplatz
In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Verein kontinuierlich. Neue Abteilungen entstanden, das Sportangebot wurde breiter und immer mehr Menschen fanden beim VfR eine sportliche Heimat.
Parallel dazu entwickelte sich ein starkes Vereinsleben mit Festen, Turnieren und Veranstaltungen, die bis heute aus dem Dorf nicht wegzudenken sind.
Diese Bilder erzählen nur einen Teil unserer über 90-jährigen Geschichte. Sie stehen für Mut, Zusammenhalt, Leidenschaft und sportlichen Ehrgeiz – Werte, die unseren Verein bis heute prägen.
Viele Generationen haben den VfR Klosterreichenbach gestaltet und weiterentwickelt.
Damals. heute. morgen.
Blick nach vorne
Über 90 Jahre Vereinsgeschichte bedeuten über 90 Jahre Engagement, Zusammenhalt und Leidenschaft.
Was einst als reiner Fußballverein begann, hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt: Inzwischen ergänzen die Sparten Volleyball und Dart unser sportliches Angebot und bereichern das Vereinsleben mit zusätzlicher Vielfalt und neuen Impulsen.
Auch über den Sportbetrieb hinaus ist der VfR fest im Dorfleben verankert. Veranstaltungen wie das traditionelle Dorfturnier, das Parzellen-Elfmeterturnier sowie die legendäre 80er/90er-Party sind feste Bestandteile unseres Jahreskalenders und stehen für Gemeinschaft, Geselligkeit und gelebte Tradition.
Darüber hinaus ist unser Sportheim regelmäßig Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft: Bei Übertragungen der Bundesliga, der Champions League sowie von Welt- und Europameisterschaften kommen Mitglieder, Fans und Freunde zusammen, um gemeinsam mitzufiebern und besondere Fußballmomente zu erleben.
Wir sind stolz auf unsere Wurzeln – und freuen uns darauf, unsere Geschichte gemeinsam weiterzuschreiben.

